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MARTIN VEIGL - urban theatre


Dieser gebundene Kunstband zeigt eine Übersicht der Arbeiten von Martin Veigl während seiner Zeit an der Angewandten in Wien.

Der Reiz des Einfrierens
Nicht auf eine schnelllebige Themenvielfalt lässt sich Martin Veigl ein, sondern er konzentriert sich in unzähligen Variationen auf die Zwischentöne, die Komposition – besonders auf die wahrgenommenen Figurengruppen. Und eines steht ganz bestimmt fest – Veigls Bilder lassen auf die Malerei vertrauen, die in der Gegenwartskunst oftmals nur zu selbstdarstellerischen Zwecken genutzt wird. Im immer ähnlicher eingesetzten Realismus werden die Leinwände und Persönlichkeiten verwechselbar. Doch Martin Veigl nimmt sich die Zeit und entwickelt sukzessive seinen originellen Stil zwischen Abstraktion und Gegenständlichkeit, er friert Gesehenes zu reizvollen Bildern ein. Fast scheint das Abbild verschwunden, verwaschen von unseren Erinnerungen, Interpretationen - und doch verweilt es noch einen Moment, schemenhaft an der Oberfläche. Offen, um mit neuen Gedanken aufgeladen zu werden.
Gerade in seinen aktuellen Werken treibt der Künstler die Malerei vielfach an eine Grenze, zeichnerische Elemente besitzen den gleichen Stellenwert wie malerische, beide können bildbestimmend sein.
In die Bilderwelt Martin Veigls einzutauchen, bedeutet, dass das eigene Wissen über Malerei immer wieder in Frage gestellt wird. Denn jedes Werk hinterfragt aufs Neue die Möglichkeit von Malerei und stellt damit eine Herausforderung für den Betrachter dar. (Leopold Kogler)


MARTIN VEIGL - urban theatre
Deutsch, 2016, 112 Seiten, französische Broschur mit Ausklapper,
im Format 297 x 210 mm, 95 Farbabbildungen, Auflage: 500
Hrsg. Steinverlag 2016, ISBN: 978-3-901392-66-5
www.steinverlag.at





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